Medienmitteilung


VAT hält sich im zyklischen Abschwung gut; starkes Wachstum im 4. Quartal 2019; Rekordhoher freier Cashflow 2019

4. Quartal 2019

  • Auftragseingang und Nettoumsatz um 31% und 15% höher als im Vorjahr, 20% und 24% höher als im dritten Quartal 2019 aufgrund der anhaltenden Markterholung
  • Weitere operative Verbesserungen durch flexiblere globale Präsenz und Wertschöpfungskette

Jahresabschluss 2019

  • Nettoumsatz um 18% tiefer bei CHF 570 Millionen, während der Markt die konjunkturelle Talsohle durchschreitet; Marktanteilsgewinne halten weiter an
  • Rückgang von EBITDA, EBITDA-Marge und Reingewinn aufgrund des geringeren Umsatzes
  • Rekordhoher freier Cashflow von CHF 140 Millionen dank tieferer Sachinvestitionen und Umlaufvermögen
  • Der Verwaltungsrat schlägt eine unveränderte Dividende von CHF 4.00 je Aktie vor

Ausblick 2020

  • Rückkehr zu Wachstum, hauptsächlich durch höhere Aktivitäten in der Halbleiterindustrie; weiter geringe Marktvisibilität, teilweise aufgrund der Unsicherheit über die Auswirkungen des Coronavirus auf die globalen Lieferketten
  • Nettoumsatz1, EBITDA, EBITDA-Marge und Nettogewinn über dem Niveau von 2019 erwartet
  • Mittelfristiges EBITDA-Margenziel von 33% bestätigt; Zielerreichung nun auf niedrigerem Umsatzniveau als ursprünglich erwartet
  • Sachinvestitionen von voraussichtlich rund CHF 30 Millionen; der freie Cashflow hängt von der Höhe des Umsatzwachstums und dem Bedarf an Betriebskapital ab und könnte niedriger als 2019 sein

Prognose für das 1. Quartal 2020

  • VAT erwartet einen Nettoumsatz von CHF 140-150 Millionen

1 zu konstanten Wechselkursen

4. Quartal 2019

in Mio. CHF

Q4 2019

Q3 2019

Veränderung2

Q4 2018

Veränderung3

Auftragseingang

176.3

147.0

+19.9%

134.4

+31.1%

Nettoumsatz

170.4

137.0

+24.4%

148.7

+14.6%

 

31. Dez. 2019

30. Sept. 2019

Veränderung2

 

 

Auftragsbestand

114.5

120.7

-5.1%

 

 

2 Quartal-zu-Quartal                             3 Jahr-zu-Jahr

Jahresabschluss 2019

in Mio. CHF

2019

2018

Change

Auftragseingang

585.0

648.0

-9.7%

Nettoumsatz

570.4

698.1

-18.3%

EBITDA

154.0

215.2

-28.4%

EBITDA-Marge

27.0%

30.8%

-

Nettogewinn

74.8

135.7

-44.9%

Gewinn je Aktie (in CHF)

2.50

4.53

-44.9%

Freier Cashflow4

139.9

123.9

+12.9%

Dividende je Aktie (in CHF)5

4.00

4.00

-

4 Der freie Cashflow stellt den Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit abzüglich des Cashflow aus Investitionstätigkeit dar

5 Antrag des VAT-Verwaltungsrates an die Aktionäre an der Generalversammlung vom 14. Mai 2020

Markterholung setzt sich im vierten Quartal 2019 vor allem im Halbleitersektor fort

Die Markterholung, die im zweiten Quartal 2019 begann, setzte sich im vierten Quartal fort. Das ist vor allem auf die zunehmende Nachfrage von Halbleiter-OEMs zurückzuführen. Diese begannen, ihre Lagerbestände wieder aufzustocken, um die verbesserte Auftragslage für neue Investitionsprojekte sowohl im Logik- als auch im Speichersegment zu erfüllen. Der Auftragseingang im Quartal betrug CHF 176 Millionen, 31% höher als im gleichen Quartal 2018 und 20% höher als im dritten Quartal 2019. Der Nettoumsatz im Quartal erreichte CHF 170 Millionen, was einer Steigerung von 15% gegenüber dem Vorjahr und 24% gegenüber dem Vorquartal entspricht. Das Book-to-Bill-Verhältnis betrug im vierten Quartal 1,03.

VAT baut 2019 trotz niedrigerem Ergebnis Marktführerschaft weiter aus

2019 wies die VAT Group gemäss den zuvor kommunizierten Erwartungen geringere Ergebnisse bei Nettoumsatz, EBITDA und Reingewinn aus. Der Rückgang geht auf die schwache Marktkonjunktur ab der zweiten Jahreshälfte 2018 zurück, als Kunden, vor allem aus der Halbleiterindustrie, Investitionen in neue Kapazitäten nach zwei starken Wachstumsjahren wieder reduzierten. Trotz der herausfordernden Marktbedingungen hat VAT weiter den Fokus auf Technologie und Innovationen gelegt und mehr als 30 Millionen oder 6% des Umsatzes in Forschung und Entwicklung investiert. VAT hat den Marktanteil über alle Industrien auf 50% ausgebaut, und somit den Marktanteil das sechste Jahr in Folge gesteigert. Gleichzeitig konzentrierte sich VAT auf interne Massnahmen zur operativen Kosten- und Effizienzoptimierung. So gelang eine EBITDA-Marge, die weit über historischen Tiefständen lag, sowie ein rekordhoher Free Cashflow trotz geringerer Topline-Ergebnisse.

Positive Marktentwicklung im Laufe des Jahres

Anfang 2019 schwächelten die Märkte noch, in denen sich VAT bewegt. Vor allem in den mit der Halbleiterindustrie verwandten Märkten verzögerten Kunden ihre Investitionen in Sachanlagen, nachdem sie 2016 und 2017 umfassend investiert hatten, als Produktionskapazitäten für neue Technologien wie 3D-NAND-Speicherchips hochgefahren wurden. Die Kombination aus geringeren Ausgaben auf Kundenseite und höheren Produktionserträgen in bestehenden Fertigungsanlagen führte dazu, dass die Nachfrage im Hochvakuumbereich in der zweiten Jahreshälfte 2018 und Anfang 2019 stark anstieg. In Summe sanken die Ausgaben für globale Halbleiteranlagen (WFE) 2019 um 10%.

Ab dem zweiten Quartal begann die Nachfrage langsam wieder zu steigen und erreichte im vierten Quartal ihr Vorjahresniveau. In Erwartung weiterer technologischer Fortschritte und einer mittelfristigen Erholung der Anlageninvestitionen entwickelten Erstausrüster im Laufe des Jahres 2019 so viele neue Produktionsplattformen wie nie zuvor. Als Markt- und Technologieführer für Vakuumventile arbeitete VAT eng mit diesen Erstausrüstern zusammen, um gemeinsam neue Lösungen zu entwickeln. Dies hatte ein weiteres Rekordjahr für Spezifikationsgewinne zur Folge und schuf eine solide Basis für künftiges Wachstum und weitere Zuwächse im Marktanteil.

Auch die Geschäftsbedingungen in den Sektoren Display, General Vacuum und Industry stellten VAT vor Herausforderungen. Das Servicegeschäft dagegen profitierte von der Einführung mehrerer neuer Produkte, mit denen Kunden ihre Ausfallzeiten minimieren sowie Service und Wartung vereinfachen können.

Steigender Serviceumsatz

Der Auftragseingang lag 2019 bei insgesamt CHF 585 Millionen und damit 10% unter dem Vorjahresniveau. Der Auftragsbestand zum Jahresende betrug CHF 115 Millionen und lag damit 1% unter dem Jahresendwert von 2018. Der Auftragsbestand zum Jahresende inkludiert die Stornierung einer grösseren Bestellung in Zusammenhang mit einem Solarprojekt. Die Fortsetzung dieses Projekts ist ungewiss. Verglichen mit den rekordverdächtigen Werten 2018 nahm der Nettoumsatz 2019 um 18% ab und lag bei CHF 570 Millionen. Währungsbewegungen hatten keinen wesentlichen Einfluss auf den Umsatz.

Im Segment Global Service stieg der Nettoumsatz um 6% auf CHF 112 Millionen, sank jedoch im Ventilsegment um 23% auf CHF 441 Millionen und um 23% auf CHF 18 Millionen im Segment Industry. Grund für die Rückgänge war in den meisten Fällen die gesunkene Nachfrage aus der Automobilindustrie.

Flexibles globales Geschäftsmodell gleicht negative Folgen des EBITDA-Rückgangs aus

Der Bruttogewinn – errechnet aus dem Nettoumsatz abzüglich Materialkosten plus/minus Bestandsveränderung an Halb- und Fertigfabrikaten – sank gegenüber 2018 um 18% auf CHF 345 Millionen. Dieser korrespondiert damit mit der Nettoumsatzentwicklung und der flexiblen Kostenstruktur des Unternehmens, in dem rund zwei Drittel aller Kosten variabel sind. Mit 61% verbesserte sich die Bruttogewinnmarge im Vergleich zum Vorjahr um einen Prozentpunkt.

Die niedrigeren Personalkosten in absoluten Zahlen sind auf weniger Mitarbeitende (gemessen an Vollzeitäquivalenten) und auf Anpassungen an das geringere Produktionsvolumen 2019 zurückzuführen. Gemessen am Umsatzanteil stiegen die Personalkosten im Vergleich zu 2018, da die Vollzeitäquivalente in Erwartung einer höheren Nachfrage 2020 im zweiten Halbjahr 2019 anstiegen und im Zusammenhang mit internen Prozessoptimierungs-Projekten externe Kosten anfielen. Ende 2019 zählte VAT 1810 Mitarbeitende weltweit, was im Vorjahresvergleich einen Zuwachs von 98 Mitarbeitenden bzw. 6% ergibt.

Das EBITDA sank um 28% auf CHF 154 Millionen und spiegelt den geringeren Nettoumsatz wider. Für das Gesamtjahr 2019 sank die EBITDA-Marge auf 27% verglichen zu 31% im Vorjahr. Da sich VAT weiter auf eine Kostenoptimierung und die operative Effizienzsteigerung konzentrierte, konnte das Unternehmen eine EBITDA-Marge ausweisen, die rund zwei Prozentpunkte über vergleichbaren Margen aus ähnlichen schwachen Konjunkturperioden liegt.

Mit CHF 108 Millionen lag das EBIT CHF 72 Millionen unter dem Vorjahreswert. Darin enthalten sind die negativen Auswirkungen höherer Abschreibungskosten in Folge des Abschlusses der Erweiterung unseres Werks in Malaysia im Jahr 2018. Die EBIT-Marge betrug 19% der Umsätze. Bei den Ergebnisgrössen, die dem EBIT nachgelagert sind, reduzierten sich die Finanzierungskosten von CHF 13 Millionen im Vorjahr auf CHF 9 Millionen, vorrangig aufgrund geringerer Nettofremdwährungsverluste auf Finanzierungstätigkeiten und geringfügig niedrigerer Zinsaufwände.

Das Vorsteuerergebnis (EBT) sank von CHF 166 Millionen auf CHF 99 Millionen. Die effektive Steuerrate 2019 betrug 24% -  ein temporärer Wert, der auf neue Schweizer Steuergesetze zurückgeht, die es notwendig machten, einige latente Steuerforderungen in der ersten Jahreshälfte zu buchen. VAT geht davon aus, dass sich die effektive Steuerrate künftig normalisiert und auf 18% bis 20% einpendelt.

Als Folge all dieser Faktoren sah die Geschäftsleitung bereits letztes Jahr vorher, dass das tatsächliche Nettoergebnis als Anteil der Aktionäre 2019 sinken würde, und zwar auf CHF 75 Millionen, was einem Rückgang um 45% im Vergleich zum Rekordwert aus dem Jahr 2018 entspricht.

Per 31. Dezember 2019 lag die Nettoverschuldung von VAT bei CHF 144 Millionen. Dies entspricht einem Verschuldungsgrad (Nettoschulden zu EBITDA) von 0,9x. Der Verschuldungsgrad war 2019 leicht höher als im Vorjahr, hauptsächlich aufgrund eines tieferen EBITDA. Die Eigenkapitalquote lag per Jahresende bei 54%.

Geringere Capex- und Working-Capital-Werte verbessern Free Cashflow

Eine der wichtigsten Leistungskennzahlen von VAT und die Basis aller Dividendenberechnungen ist der Free Cashflow. 2019 stieg dieser im Vergleich zum Vorjahr von CHF 124 Millionen auf einen Rekordwert von CHF 140 Millionen. Eine erfolgreiche Senkung des Working Capital in Kombination mit signifikant niedrigerem Investitionsaufwand (Capex) fing den geringeren Cashflow aus dem operativen Geschäft mehr als ab. Der Investitionsaufwand lag 2019 bei CHF 18 Millionen und war damit 63% niedriger als 2018, als VAT sein Werk in Malaysia erweiterte. Er belief sich damit auf 3% des Konzernumsatzes 2019. Gemessen als Umsatzanteil erwartet VAT in Zukunft einen Investitionsaufwand rund um die angestrebten 4% über den Zyklus.

Das Nettoumlaufvermögen zum Jahresende nahm gegenüber 2018 um rund 23% ab und machte rund 21% des Nettoumsatzes aus. Ziel ist, das Nettoumlaufvermögen mittelfristig auf 20% des Nettoumsatzes zu senken.

Gemessen als Anteil des Nettoumsatzes lag die Free-Cashflow-Marge bei 25%. Die Free Cashflow Conversion Rate betrug 91% des EBITDA.

An der Generalversammlung vom 14. Mai 2020 wird der Verwaltungsrat von VAT für das am 31. Dezember 2019 abgeschlossene Geschäftsjahr eine Dividendenausschüttung von CHF 4.00 pro Aktie beantragen. In Folge der Schweizer Steuerreform 2019 dürfen Unternehmen maximal 50% dieses Betrags aus den Reserven aus Kapitaleinlagen ausbezahlen, die andere Hälfte aus dem Bilanzgewinn. Daraus ergibt sich eine Gesamtausschüttung von CHF 120 Millionen bzw. 89% des Free Cashflow to Equity.

Ausblick: Zurück zum Wachstum im Jahr 2020 – Grössenordnung ungewiss

Die mittelfristigen Wachstumstreiber von VAT bleiben uneingeschränkt intakt. Das Internet der Dinge, Cloud-Computing und Cloud-Speicherung, künstliche Intelligenz und zahlreiche weitere globale Digitalisierungstrends werden der Nachfrage nach Halbleitern und modernen Displays auch in den kommenden Jahren Auftrieb verleihen. Zudem gewinnen vakuumbasierte Produktionsprozesse in vielen anderen Branchen an Bedeutung und auch im Photovoltaikmarkt setzt sich der Wachstumstrend fort, um Energieeffizienz und Wettbewerbsfähigkeit weiter zu verbessern.

2020 erwartet VAT eine Rückkehr zum Wachstum, vor allem dank der mit der Halbleiterindustrie verwandten Märkte. Die Marktvisibilität bleibt jedoch eingeschränkt. Marktforschungsunternehmen sind sich für 2020 zwar einig, dass die Nachfrage steigen wird. In welchem Ausmass bleibt jedoch unklar, teilweise aufgrund der Unsicherheit über den Einfluss des Coronavirus auf die globalen Lieferketten in den Märkten der VAT. Im Bereich der Halbleiter wird es für technologische Fortschritte in Prozessoren und die Auftragsfertigung neue Investitionen brauchen. Im Display-Sektor sollten Investitionen in OLED-Displays für die neueste Smartphone-Generation und die schrittweise Übernahme von OLED für grosse TV-Bildschirme die rückläufigen Investitionen in LCD-Displays ausgleichen. Auch in der Photovoltaikbranche ist davon auszugehen, dass die Investitionen zunehmen, da die Kosten für die Energieerzeugung pro Kilowattstunde dem Vergleich mit fossilen Brennstoffen zunehmend standhalten. Die Wachstumsvorhersagen für Tätigkeiten rund um den Dienstleistungsbereich sind ebenso positiv.

Davon ausgehend rechnet VAT bei gleichbleibenden Wechselkursen für 2020 mit einem höheren Nettoumsatz als 2019. Auch die Vorteile seiner flexiblen globalen Organisation wird VAT weiterhin nutzen. Darunter fallen Produktionssteigerungen in Malaysia, die Realisierung von Skaleneffekten in der globalen Lieferkette sowie die kontinuierliche Verbesserung der operativen Abläufe. Gleichzeitig ist VAT bestrebt, die langfristige Innovations- und Marktführerschaft auszubauen. Investitionen in Forschung und Entwicklung bleiben daher neben Produktivitätssteigerungen das Kernstück der Strategie des Unternehmens für 2020.

Darüber hinaus ist auf Basis eines höheren Volumens und besserer Kostenabsorption sowie des weiterhin strikten Kostenmanagements 2020 mit einer höheren EBITDA-Marge als 2019 zu rechnen. VAT hält das mittelfristige Ziel einer EBITDA-Marge von 33% aufrecht, geht jedoch nun davon aus, dass es dieses Ziel auf einem niedrigeren Umsatzniveau als ursprünglich vorhergesehen erreicht.

Da VAT höhere Werte bei Umsatz, EBITDA und EBITDA-Marge erwartet, geht das Unternehmen auch davon aus, dass der Reingewinn 2020 im Vergleich zu 2019 steigt.

Die Investitionen in Sachanlagen werden sich im Jahr 2020 um CHF 30 Millionen bewegen. Der Free Cashflow wird 2020 vom Ausmass des Umsatzwachstums und von den Anforderungen im Working Capital abhängen und könnte im Vergleich zu 2019 niedriger ausfallen.

Prognose für das 1. Quartal 2020

VAT erwartet einen Nettoumsatz von CHF 140-150 Millionen.

Ergebnisse für das vierte Quartal und das Jahr 2019 nach Segmenten

Ventile

in Mio. CHF

Q4 2019

Q4 2018
bereinigt1

Veränderung

2019

2018
bereinigt1

Veränderung

Auftragseingang

146.8

99.8

+47.2%

463.0

510.8

-9.3%

Nettoumsatz

139.9

116.2

+20.4%

440.9

569.3

-22.6%

Innenumsatz

13.2

9.3

+41.8%

51.6

44.4

+16.2%

Segment Nettoumsatz

153.1

125.5

+22.0%

492.5

613.7

-19.7%

Segment EBITDA

 

 

 

136.3

195.5

-30.3%

EBITDA-Marge2

 

 

 

27.7%

31.9%

 

VATs grösstes Segment Ventile verzeichnete einen Auftragseingang von CHF 147 Millionen im vierten Quartal 2019, ein Anstieg von 47% gegenüber dem gleichen Quartal im Vorjahr. Der Nettoumsatz stieg 20% auf CHF 140 Millionen. Die Verbesserung ist das Resultat der anziehenden Nachfrage vor allem aus der Halbleiterbranche.

Der Nettoumsatz im Ventilsegment sank 2019 im Vergleich zum Vorjahr um 23% und lag bei CHF 441 Millionen. Dies spiegelt den Konjunkturrückgang nach drei starken Wachstumsjahren wider. Die Umsätze sanken in allen drei Geschäftsbereichen, am stärksten jedoch in der Geschäftseinheit Display & Solar, gefolgt von Halbleitern und General Vacuum. Das EBITDA des Segments sank um 30% auf CHF 136 Millionen und die EBITDA-Marge reduzierte sich auf 28%, was zum Teil die anhaltenden Investitionen in Forschung und Entwicklung über das Jahr hinweg reflektiert. Mit diesen Investitionen wollte sich das Segment, sobald sich der Markt erholt, besser für künftige Wachstumschancen ausrichten.

Global Service

in Mio. CHF

Q4 2019

Q4 2018

Veränderung

2019

2018

Veränderung

Auftragseingang

25.3

28.7

-11.9%

106.4

108.4

-1.8%

Nettoumsatz

26.9

27.6

-2.4%

111.8

105.8

+5.7%

Innenumsatz

-

-

-

-

-

-

Segment Nettoumsatz

26.9

27.6

-2.4%

111.8

105.8

+5.7%

Segment EBITDA

 

 

 

46.3

49.6

-6.7%

EBITDA-Marge2

 

 

 

41.5%

46.9%

 

Der Auftragseingang im Bereich Global Service ging im vierten Quartal um 12% auf CHF 25 Millionen zurück. Das ist hauptsächlich auf den zeitlichen Ablauf der Auftragseingänge im Nachrüstungs- und Servicegeschäft zurückzuführen, während die Bestellungen von Ersatzteilen zunahmen. Der Nettoumsatz belief sich auf CHF 27 Millionen, ein Rückgang von 2% im Vergleich zum Vorjahresquartal.

2019 stieg der Nettoumsatz um 6% auf CHF 112 Millionen. Das stärkste Wachstum verzeichnete der Bereich Upgrades und Umbauten, an den sich Kunden wenden, wenn sie bestehende Anlagen optimieren möchten, indem zum Beispiel die Lebensdauer einer Anlage verlängert wird oder die Leistungsparameter erweitert werden, um zunehmend kompliziertere Produktionsprozesse zu ermöglichen. Auch das Ersatzteilegeschäft wuchs, wenn auch langsamer, da die niedrigere Kapazitätsauslastung bei Halbleiterherstellern und anderen Kunden die Nachfrage nach präventiver Wartung sinken liess und die Abnutzung bestimmter Teile reduzierte. Die Umsätze im Wartungs- und Servicebereich blieben konstant. Die EBITDA-Marge im Segment Global Service betrug 42% und lag damit unter dem Vorjahreswert. Dies spiegelt die Investitionen in neue Serviceangebote wider, deren positive Wirkung noch aussteht.

Industry

in Mio. CHF

Q4 2019

Q4 2018
bereinigt1

Veränderung

2019

2018
bereinigt1

Veränderung

Auftragseingang

4.2

6.0

-30.5%

15.5

28.9

-46.2%

Nettoumsatz

3.6

5.0

-27.9%

17.8

23.1

-23.1%

Innenumsatz

2.2

1.0

+127.2%

8.9

7.8

+15.0%

Segment Nettoumsatz

5.8

6.0

-2.6%

26.7

30.9

-13.5%

Segment EBITDA

 

 

 

2.8

4.3

-34.4%

EBITDA-Marge2

 

 

 

10.6%

14.0%

 

Im Segment Industry ging der Auftragseingang im vierten Quartal um 31% auf CHF 4 Millionen zurück, was auf die anhaltend schwache Nachfrage im Automobilsektor zurückzuführen ist. Der Nettoumsatz belief sich auf 4 Millionen CHF, was einem Rückgang von 28% gegenüber dem Vorjahresquartal entspricht.

Nach Bereinigung um die Verlegung des Geschäfts ins Ventilsegment sank der Nettoumsatz im Segment Industry um 23% im Vergleich zum Vorjahr und betrug CHF 18 Millionen. Der interne Umsatz (nicht im Nettoumsatz enthalten) stieg um 15% auf CHF 9 Millionen und beinhaltet die Umsätze aus unserem Werk in Rumänien. Das EBITDA des Segments sank um 34%. Die Kombination aus niedrigerem Volumen und gesteigerter Kapazität, einschliesslich der Investitionen in neue Ausrüstungen wie vollautomatische Laserschweissroboter zur Produktivitätssteigerung, führte zu einer Unterdeckung, vor allem im ersten Halbjahr 2019.

1 Mit Wirkung zum 1. Januar 2019 hat VAT das Geschäft mit Membranbälgen aus dem Segment Industrie in das Segment Ventile verlagert. Der Schritt spiegelt das Bestreben von VAT wider, das Wachstum im Balgengeschäft voranzutreiben, indem sie es besser auf seine Hauptmärkte und die Bedürfnisse der Kunden in den Bereichen Semiconductors und General Vacuum abstimmt. Die Vorjahreszahlen wurden entsprechend korrigiert, was eine Umbuchung des Nettoumsatzes von CHF 10.3 Millionen vom Segment Industry auf das Segment Ventile beinhaltet. Zudem wurde der Innenumsatz des Segments Industry um CHF 8.1 Mio. reduziert. In den ersten sechs Monaten des Jahres 2019 erzielte das Segment Ventile mit dem Balgengeschäft einen Nettoumsatz von CHF 7.8 Mio.

2 EBITDA-Marge als prozentualer Anteil des Segments Nettoumsatz

Zusätzliche Informationen

Die Präsentation der Ergebnisse für Analysten sowie der Geschäftsbericht 2019 stehen auf der Website von VAT unter www.vatvalve.com zur Verfügung.

VAT wird heute um 10 Uhr MEZ in Zürich eine Medien- und Investorenkonferenz veranstalten. Die Konferenz kann über Webcast oder Telefonkonferenz verfolgt werden. Teilnehmer der Telefonkonferenz können zudem an der moderierten Frage & Antwort-Runde teilnehmen.

Wenn Sie am Webcast teilnehmen wollen, folgen Sie bitte diesem Link:

Live Webcast

Wählen Sie sich zur Telefonkonferenz mit folgender Nummer ein:

+41 58 310 5000 (Europe)
+44 207 107 0613 (UK)
+1 631 570 5613 (USA)

Weitere Informationen erhalten Sie von:

VAT Group AG
Corporate Communications & Investor Relations
Michel R. Gerber
T +41 81 772 42 55

Finanzkalender 2020

Donnerstag, 16. April 2020                                                                           Q1 2020 Trading Update

Dienstag, 28. April 2020                                                                                     VAT Kapitalmarkttag

Donnerstag, 14. Mai 2020                                                                         Generalversammlung 2020

Donnerstag, 6. August 2020                                                                       Halbjahresabschluss 2020

Freitag, 16. Oktober 2020                                                                             Q3 2020 Trading Update

ÜBER VAT

VAT ist der führende globale Entwickler, Hersteller und Zulieferer von hochwertigen Vakuumventilen. Vakuumventile von VAT sind unternehmenskritische Komponenten für hochentwickelte Prozesse zur Fertigung innovativer Produkte, die wir täglich verwenden, etwa für Mobilgeräte, Flachbildschirme oder Solarpanels. VAT umfasst drei berichtspflichtige Segmente: Ventile, Global Service und Industry bieten hochwertige Vakuumventile, Mehrventilmodule, Membranbälge und zugehörige Mehrwertdienste für ein breites Spektrum an Vakuumanwendungen. Die VAT Group ist ein globaler Akteur und beschäftigt über 1‘800 Mitarbeitende. Die wichtigsten Produktionszentren befinden sich in Haag (Schweiz), Penang (Malaysia) und Arad (Rumänien). Im Geschäftsjahr 2019 belief sich der Nettoumsatz auf CHF 570 Mio.

ZUKUNFTSGERICHTETE AUSSAGEN

Sämtliche in diesem Bericht enthaltenen zukunftsgerichteten Aussagen sind nur eingeschränkt gültig, da die tatsächlichen Ergebnisse aufgrund bestimmter Faktoren wesentlich von den erwarteten Ergebnissen abweichen können. Alle hierin enthaltenen Aussagen, die sich nicht auf historische Tatsachen beziehen (einschliesslich Aussagen, die Formen von „glauben“, „planen“, „prognostizieren“, „erwarten“, „schätzen“ oder ähnliche Ausdrücke enthalten), sind als zukunftsgerichtete Aussagen anzusehen. Zukunftsgerichtete Aussagen unterliegen bekannten und unbekannten Risiken, Unsicherheiten und Eventualitäten, da sie sich auf Ereignisse beziehen und von Umständen abhängig sind, die in der Zukunft eintreten oder nicht eintreten und dazu führen können, dass das tatsächliche Ergebnis, die tatsächliche Entwicklung oder der tatsächliche Erfolg des Unternehmens wesentlich von den in den zukunftsgerichteten Aussagen genannten oder implizierten Ergebnissen, Entwicklungen und Erfolgen des Unternehmens abweichen. Viele dieser Risiken und Unsicherheiten sind von Faktoren abhängig, die ausserhalb des Einflussbereichs des Unternehmens liegen oder die das Unternehmen nicht genau abschätzen kann, wie beispielsweise von künftigen Marktbedingungen, Währungsschwankungen, dem Verhalten anderer Marktteilnehmer, dem Betriebsverhalten, der Sicherheit und der Zuverlässigkeit der Informatiksysteme des Unternehmens, politischen, wirtschaftlichen und aufsichtsrechtlichen Veränderungen in den Ländern, in denen das Unternehmen tätig ist, oder wirtschaftlichen oder technologischen Trends oder Gegebenheiten. Deshalb werden Anleger darauf hingewiesen, kein unangemessenes Vertrauen in diese zukunftsgerichteten Aussagen zu setzen.

Sofern per Gesetz nicht anderweitig vorgeschrieben, weist VAT jede Absicht oder Verpflichtung von sich, zukunftsgerichtete Aussagen aufgrund von nach dem Berichtsdatum auftretenden Entwicklungen zu aktualisieren.
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