Medienmitteilung


Rekordergebnisse für 2017 dank steigender Nachfrage und Steigerung des Marktanteils; Wachstum dürfte 2018 von Megatrends profitieren

Viertes Quartal 2017

  • Starke Nachfrage nach Hochvakuumventilen und Dienstleistungen
  • Auftragseingang im vierten Quartal verglichen zum Vorjahr um 11% gestiegen, Nettoumsatz um 40% gestiegen

     

    Gesamtjahr 2017

  • Umsatzanstieg um 36% auf CHF 692 Mio., Auftragseingang plus 31% auf CHF 736 Mio.
  • Bereinigtes EBITDA von CHF 215 Mio., bereinigte EBITDA-Marge von 31.1%
  • Reingewinn mit CHF 116 Millionen um 72% höher; bereinigt um Wiederverwendung nicht zahlungswirksamer Währungsumrechnungsrücklagen von CHF 38.3 Mio. stieg der Reingewinn um 129% auf CHF 154 Mio.
  • Free Cashflow von CHF 109 Mio. trotz hohen wachstumsbedingten Investitionen
  • Verschuldungsgrad (Nettoschulden zu EBITDA) von 0,7x
  • Vorgeschlagene Dividende von CHF 4.00 je Aktie
  • Libo Zhang und Heinz Kundert als Nachfolger von Alfred Gantner und Ulrich Eckhardt als Mitglieder des Verwaltungsrats nominiert

     

    Ausblick 2018

  • Umsatzwachstum von 15% bis 20% bei gleichbleibenden Wechselkursen erwartet
  • EBITDA-Marge bewegt sich in Richtung Ziel von 33% bis 2020
  • Deutlicher Anstieg von Nettogewinn und Gewinn je Aktie (EPS) erwartet

 

4. Quartal 2017

in Mio. CHF 2017 2016 Veränderung
Auftragseingang 185.8 168.1 +10.6%
Nettoumsatz 199.1 142.7 +39.5%

 

Gesamtjahr 2017

in Mio. CHF 2017 2016 Veränderung
Auftragseingang 736.2 561.9 +31.0%
Nettoumsatz 692.4 507.9 +36.3%
EBITDA 212.2 149.6 +41.9%
Bereinigtes EBITDA1 215.1 158.1 +36.1%
Bereinigte EBITDA-Marge 31.1% 31.1% -
Nettogewinn2 115.7 67.2 +72.1%
Unverwässertes Ergebnis je Aktie (in CHF) 3.86 2.43 +58.8%
Free Cashflow3 108.5 128.1 -15.3%
Dividende je Aktie (in CHF)4 4.00 4.00 -
Anzahl Mitarbeitende 1946 1‘439 +507

1 Bereinigtes EBITDA unter Ausklammerung von Einmalkosten
2 2017 beinhaltet die Wiederverwendung nicht zahlungswirksamer Währungsumrechnungsrücklagen von CHF 38.3Mio. für die Auflösung der Finanzierungsstrukturen, die von den früheren Private-Equity-Besitzern eingesetzt wurden
3 Der Free Cashflow stellt den Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit abzüglich des Cashflows aus Investitionstätigkeit dar.
4 Antrag des Verwaltungsrats an die Aktionäre an der Generalversammlung vom 17. Mai 2018; zahlbar aus den Reserven aus Kapitaleinlagen

Das vierte Quartal 2017 ist seit dem Börsengang 2016 das siebte Quartal in Folge, in dem Auftragseingang und Nettoumsatz gegenüber dem Vorjahr stiegen

Im vierten Quartal 2017 verzeichneten Auftragseingang und Nettoumsatz einen Anstieg. Damit ist dies für VAT seit ihrem Börsengang an der SIX Swiss Exchange im April 2016 das siebte Quartal in Folge mit einem Anstieg gegenüber dem Vorjahr. Der Auftragseingang lag bei CHF 185.8 Mio., was einem Zuwachs von 10.6% gegenüber dem vierten Quartal 2016 entspricht. Der Auftragsbestand per Jahresende belief sich auf CHF 165.6 Mio., ein Anstieg von 35.6%. Dabei entsprach der Auftragsbestand per Jahresende in etwa einem Quartalsumsatz des Jahres 2017 bzw. in etwa dem Niveau von Ende 2016. Der Nettoumsatz für das Quartal lag bei CHF 199.1 Mio., was einen Anstieg gegenüber dem Vorjahr von 39.5% bedeutet.

Das Gesamtjahr 2017 war durch die starke Nachfrage nach Vakuumtechnologie geprägt, die dem beispiellosen Marktwachstum zu verdanken ist

Gegenüber 2016 beschleunigten alle Märkte von VAT auch 2017 ihr Wachstum. Die zugrunde liegenden Wachstumstreiber wie etwa technologische Fortschritte im Bereich Halbleiter und Displays regten die Kunden an, in neue Produktionsanlagen zu investieren. VAT konnte ihre führende Marktposition bei hochwertigen Vakuumventilen umfassend nutzen und damit vom breitesten Produktangebot der Branche profitieren und so die Mitbewerber übertreffen.

Im Halbleitermarkt wurden aktuelle technische Innovationen in die Massenproduktion überführt. Dafür sind immer komplexere Produktionsprozesse, Miniaturisierung und zusätzliche Fertigungsschritte unter hochreinen Bedingungen erforderlich. Ventile und Dienstleistungen von VAT sind unternehmenskritische Komponenten für die Aufrechterhaltung dieser kontaminationsfreien Umgebungen. Die dadurch erforderlichen hohen Kundeninvestitionen in modernste Produktionsanlagen zur Herstellung von Hochleistungshalbleitern bescherten VAT 2017 ein starkes Umsatzwachstum im Segment Ventile.

Auch das Display- und Solargeschäft des Unternehmens erlebte ein starkes Jahr 2017, da die Nachfrage nach zusätzlichen Produktionskapazitäten für OLED-Displays, hauptsächlich für Smartphones, weiter stieg. Die Herstellung dieser hochauflösenden Displays mit stark verbesserter Farbgebung und niedrigerem Energieverbrauch erfordert anspruchsvollere Fertigungsprozesse in Hochvakuumumgebungen.

Alle Segmente tragen zum Wachstum bei

Der Auftragseingang lag 2017 bei insgesamt CHF 736.2 Mio. und damit 31.0% über Vorjahresniveau. Mit einem Wachstum von 36.3% gegenüber dem Vorjahr lag der Konzernumsatz bei CHF 692.4 Mio. Währungsbewegungen hatten so gut wie keinen Einfluss auf die Veränderung des Nettoumsatzes 2017.

Ertragskraft trotz hohen Investitionen in künftiges Wachstum weiterhin hoch

Das starke Nettoumsatzwachstum von VAT führte gegenüber 2016 zu einem deutlichen Anstieg des Bruttogewinns um 35.8% auf CHF 431.9 Mio. Die wachstumsbedingten Kosten fielen erheblich höher aus und es gab einen Negativeffekt von 1.4 Prozentpunkten durch verstärkte Outsourcing-Aktivitäten, wobei Personal- und Betriebskosten sowie Abschreibungen in den Materialkosten enthalten sind. Dennoch konnte VAT die Bruttomarge mit 62.4% in etwa auf dem Niveau von 2016 halten.

Das bereinigte EBITDA konnte 2017 um 36.1% auf CHF 215.1 Mio. gesteigert werden, während die bereinigte EBITDA-Marge mit 31.1% gegenüber 2016 unverändert blieb. Bereinigungen im Wert von CHF 2.9 Mio. im Zusammenhang mit dem IPO-Bonus nicht eingerechnet, stieg das ausgewiesene EBITDA auf CHF 212.2 Mio. und lag damit 41.9% höher als im Jahr 2016, als sich die IPO-bedingten Bereinigungen auf CHF 8.5 Mio. beliefen. Die hohen Investitionskosten in das erwartete zukünftige Wachstum wirkten sich nachteilig auf die positive Margenentwicklung aus. Dennoch konnte VAT das EBIT um 51.1% auf CHF 178.7 Mio. steigern, was einer EBIT-Marge von 25.8% und damit einem Anstieg um 2.5 Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahr entspricht.

Bei den dem EBIT nachgelagerten Ergebnisgrössen konnte das Unternehmen weiter von der erstarkten Finanzkraft profitieren, die sich aus der wesentlich besseren Bilanzstruktur nach dem Börsengang 2016 sowie niedrigeren Zinskosten aufgrund des im September 2016 abgeschlossenen Konsortialkredits mit fünfjähriger Laufzeit im Umfang von USD 300 Mio. ergab. Bereinigt um die Wiederverwendung nicht zahlungswirksamer Währungsum-rechnungsrücklagen von CHF 38.3 Mio. für die Auflösung der Finanzierungsstruktur, die von den früheren Private-Equity-Besitzern eingesetzt wurde, [1] sank der Nettofinanzaufwand von VAT von CHF 33.4 Mio. im Jahr 2016 auf CHF -6.2 Mio. im Jahr 2017.

Der effektive Steuersatz lag 2017 bei 14.1% und damit unter dem Zielbereich des Konzerns von 18 bis 20%. Grund war eine Kombination mehrerer positiver Faktoren wie der US-Steuerreform und der Möglichkeit von Verlustvorträgen in Malaysia und Rumänien. Während sich einige dieser Faktoren auch künftig positiv auswirken könnten, geht VAT für die Zukunft von einem höheren Steuersatz von 18% bis 20% aus und damit im Rahmen der Guidance.

Aufgrund des höheren Betriebsergebnisses, des stabilen Nettofinanzaufwands und des niedrigeren Steuersatzes erwirtschaftete VAT im Jahr 2017 einen auf die Aktionäre entfallenden Nettogewinn von CHF 115.7 Mio., was einem Plus von 72% entspricht. Bereinigt um die Wiederverwendung nicht zahlungswirksamer Währungsumrechnungsrücklagen von CHF 38.3 Mio. für die Auflösung der Finanzierungsstruktur, die von den früheren Private-Equity-Besitzern eingesetzt wurde, betrug der Nettogewinn CHF 154 Mio., was einem Plus von 129% entspricht.

Per 31. Dezember 2017 lag die Nettoverschuldung von VAT bei CHF 143.7 Mio. Dies entspricht einem Verschuldungsgrad (Nettoschulden zu EBITDA) von 0.7x. Die Eigenkapitalquote lag per Jahresende bei 56.3%.

Höhere Investitionen und Zunahme des Umlaufvermögens (Trade Working Capital) beeinflussen Free Cashflow

Der Free Cashflow, der VAT als wichtige Finanzkennzahl dient, sank 2017 im Vergleich zum Vorjahr um 15.3% auf CHF 108.5 Mio. Zurückzuführen war dies teilweise auf die wachs-tumsbedingte Zunahme des Umlaufvermögens (Trade Working Capital) um CHF 35.7 Mio. auf CHF 139.2 Mio., was einem Anstieg von 34.5% entsprach. Allerdings hat sich das Nettoumlaufvermögen als prozentualer Anteil des Nettoumsatzes mit 20.1% im Vergleich zum Jahr 2016 kaum verändert. Der Cashflow aus Geschäftstätigkeit lag trotz dem höheren Umlaufvermögen über dem Wert von 2016.

Weiter wurde der Free Cashflow 2017 durch eine Erhöhung des Investitionsaufwands um CHF 28.4 Mio. auf CHF 47.6 Mio. beeinflusst. Dies ist hauptsächlich auf unseren Kapazitätsausbau in der Schweiz und in Malaysien zurückzuführen. Der Investitionsaufwand im Jahr 2017 belief sich auf 6.9% des Konzernumsatzes.

Dadurch lag die Free-Cashflow-Marge als prozentualer Anteil des Nettoumsatzes bei 15.7%, die Free Cashflow Conversion Rate betrug 51.1% des EBITDA.

Ende 2017 beschäftigte VAT 1‘946 Mitarbeitende weltweit, was gegenüber Ende 2016 einer Zunahme um 507 Mitarbeitende bzw. 35.2% entspricht und auf das starke Geschäfts-wachstum zurückgeführt werden kann.

An der Generalversammlung vom 17. Mai 2018 wird der Verwaltungsrat von VAT für das am 31. Dezember 2017 zu Ende gegangene Geschäftsjahr eine Dividendenausschüttung von CHF 4.00 je Aktie aus den Reserven aus Kapitaleinlagen beantragen. Daraus ergibt sich eine Gesamtausschüttung von CHF 120 Mio. bzw. 115% des Free Cashflow im Verhältnis zum Eigenkapital von VAT. Dies liegt über der erklärten Dividendenpolitik, bis zu 100% des Free Cashflow im Verhältnis zum Eigenkapital an die Aktionäre auszuschütten. Es zeigt zudem, wie stark das Unternehmen auf seine Fähigkeit zur Cash-Generierung vertraut und sich dabei auf die erwartete künftige Geschäftsentwicklung sowie auf die Free Cashflow Conversion Rate beruft, die sich verbessern dürfte, sobald der erforderliche Investitionsaufwand reduziert werden kann.

Ausblick 2018

VAT geht davon aus, dass die Megatrends, die bereits 2017 das Wachstum beflügelten – stetig zunehmende Digitalisierung, Vernetzung von Geräten und Internet der Dinge – auch 2018 anhalten werden. Unterstützt durch den schnellen Fortschritt im Bereich der künstlichen Intelligenz (AI) nimmt das Zeitalter von Big Data immer mehr an Fahrt auf und verhilft dem Unternehmen so zu einer neuen Phase des nachhaltigen Wachstums. Möglich wird diese neue Phase durch den anhaltenden technologischen Fortschritt bei (Logik-) Halbleitern für die Datenverarbeitung, laufende Investitionen in Speicherhalbleiter, um den explosionsartig zunehmenden Speicherbedarf zu decken, und die Verbreitung fortschrittlicher Displays wie etwa gebogener OLED-Screens, die für Virtual- und Augmented-Reality-Anwendungen benötigt werden. Um diese wachsende Marktnachfrage zu befriedigen, werden die führenden Digitalgeräte- und Displayhersteller weiter in den Ausbau ihrer Produktion sowie in technologische Neuerungen investieren. Dadurch ergibt sich eine steigende Nachfrage nach hochentwickelten Produktionstechniken wie etwa unternehmenskritischen Vakuumkomponenten.

Als Weltmarkt- und Technologieführer im Bereich hochentwickelter Hochvakuumventile geht VAT davon aus, weiterhin von dieser Entwicklung zu profitieren.

Für 2018 erwartet VAT bei gleichbleibenden Wechselkursen ein Nettoumsatzwachstum für das Gesamtjahr von 15% bis 20%. Die mittelfristig bis 2020 angestrebte EBITDA-Marge von 33% wurde bestätigt. VAT geht davon aus, sich dank Produktivitätssteigerungen im Jahr 2018 diesem Ziel weiter zu nähern.

Durch das erwartete Umsatzwachstum, die höhere EBITDA-Marge, den niedrigeren Finanzierungsaufwand und einen etwas höheren effektiven Steuersatz werden auch der Reingewinn und der Gewinn je Aktie (EPS) deutlich zulegen.

Um den Kapazitätsausbau, vor allem in Malaysien und Rumänien, zu beschleunigen, sind 2018 wiederum Investitionen von etwa 7% des Nettoumsatzes vorgesehen. In den Folgejahren soll deren Anteil wieder auf ca. 4% gesenkt werden.

Änderungen im Verwaltungsrat

Alfred Gantner, seit 2014 Mitglied des Verwaltungsrat der VAT und seit März 2016 Vizepräsident, und Ulrich Eckhardt, ebenfalls seit 2014 Mitglied des Verwaltungsrat der VAT, haben beschlossen, an der kommenden Generalversammlung der VAT Group AG nicht zur Wiederwahl anzutreten, nachdem die vollständige Veräusserung der Beteiligung an VAT von Partners Group und Capvis 2017 und im Januar 2018 abgeschlossen wurde. Der Verwaltungsrat nimmt ihre Entscheidung mit Bedauern zur Kenntnis und dankt ihnen für ihre herausragenden Beiträge zur Entwicklung von VAT, die sie während ihrer Amtszeit als Verwaltungsratsmitglieder und als Private-Equity-Besitzer von Anfang 2014 bis Anfang 2018 geleistet haben.

„Als Private-Equity-Besitzer waren sowohl Alfred Gantner als auch Ulrich Eckhardt für den erfolgreichen Wandel von VAT von einem Familienunternehmen zu einem börsennotierten Konzern von zentraler Bedeutung“, erklärte Martin Komischke, Verwaltungsratspräsident der VAT Group. „Sie führten das Unternehmen mit vielen wichtigen strategischen und betrieblichen Initiativen auf die nächste Leistungsstufe und gestalteten es so, dass VAT heute ihre eindeutige und unbestreitbare Marktführerschaft noch umfassender behaupten kann. Die Effizienz und langfristige die Wettbewerbsfähigkeit von VAT zu steigern und gleichzeitig starke interne Bindungen durch die stolze Geschichte aufrechtzuerhalten – dies kann man bei einem solchen Wandel nur selten beobachten.“

Nach dem Auswahlprozess von VAT wurde Dr. Libo Zhang, CFO der Borgward Group AG, Deutschland, zum neuen Verwaltungsratsmitglied ernannt.

„Mit Libo Zhang konnten wir eine herausragende Expertin in den Verwaltungsrat holen“, sagte Martin Komischke. „Sie verfügt über umfassende Erfahrungen in vielen unterschiedlichen Branchen, Funktionen und geografischen Regionen. Zudem hat sie in all ihren bisherigen Positionen einen hervorragenden unternehmerischen Ansatz gezeigt. Ihr finanzielles Fachwissen und ihre Erfahrungen in der internationalen Zusammenarbeit in Asien sind grosse Pluspunkte, mit denen VAT ihre Beziehungen in Asien – einem unserer wichtigsten Märkte – noch verstärken kann.“

Libo Zhang war als Chief Financial Officer der Borgward Group AG tätig, einer traditionellen deutschen Pkw-Marke, die heute zum chinesischen Unternehmen Beiqi Foton Motor gehört. Davor leitete sie ihre eigene Beratungsgesellschaft, die sich auf die Unterstützung ausländischer Startups und mittlerer Unternehmen in China spezialisiert hatte. Zudem fungierte sie als Managing Director und CFO des Geschäftsbereichs Far East der SGL Carbon Co. Ltd in Schanghai. Libo Zhang hat einen PhD in Wirtschaftswissenschaften (rer. pol.) der Georg-August-Universität Göttingen, Deutschland.

Zudem wurde Heinz Kundert, CEO der VAT Group bis 12. März 2018, als neues Mitglied in den Verwaltungsrat der VAT Group berufen, wie bereits bekanntgegeben.

„Nach seiner erfolgreichen Tätigkeit als CEO freuen wir uns sehr, dass Heinz Kundert eingewilligt hat, dem Verwaltungsrat von VAT beizutreten“, erklärte Martin Komischke. „Er hat VAT auf ihrem Weg zu einem börsennotierten Unternehmen begleitet und sie auf ihrem jüngsten, bisher beispiellosen Wachstumspfad geführt. Sein tiefes Verständnis der Halbleiterbranche, verbunden mit einer herausragenden Karriere in vielen führenden Funktionen, ist für VAT von enormem Wert.“

Die anderen Verwaltungsratsmitglieder, Martin Komische, Verwaltungsratspräsident, Hermann Gerlinger, Urs Leinhäuser und Karl Schlegel, werden an der Generalversammlung des Unternehmens am 17. Mai 2018 zur Wiederwahl antreten. Dann stimmen die Aktionäre über die jeweiligen in den Verwaltungsrat der VAT Group AG zu wählenden Personen ab.

VAT ist zuversichtlich, dass der Verwaltungsrat in seiner neuen Zusammensetzung über die erforderlichen Erfahrungen und Fähigkeiten verfügt, um das Unternehmen auf seinem künftigen Wachstumspfad zu leiten und auf seiner herausragenden Erfolgsbilanz aufzubauen.

Ergebnisse für das vierte Quartal und das Gesamtjahr 2017 nach Segmenten

Ventile

in Mio. CHF Q4 2017 Q4 2016 Veränderung 2017 2016 Veränderung
Auftragseingang 152.7 139.7 +9.3% 590.6 443.3 33.2%
Nettoumsatz 159.7 116.4 +37.2% 554.2 394.6 40.4%
Innenumsatz 12.7 3.8 +234.2% 41.1 32.2 +39.5%
Nettoumsatz Segment 172.4 120.2 +43.4% 595.3 426.8 +39.5%
EBITDA Segment       188.6 129.3 +45.9%
EBITDA-Marge       31.7% 30.3%  

Im vierten Quartal 2017 verzeichnete das grösste Segment von VAT, Ventile, einen Auftragseingang von CHF 152.7 Mio., was gegenüber demselben Quartal 2016 einem Plus von 9.3% entspricht. Im selben Zeitraum stieg der Nettoumsatz um 37.2% auf
CHF 159.7 Mio. Das relativ geringe Auftragswachstum spiegelt den Zeitpunkt der Aufträge im Quartal – vor allem bei Displays – wider und dürfte sich Anfang 2018 wieder erholen.

Im Gesamtjahr 2017 stieg der Umsatz im Segment Ventile auf CHF 554.2 Mio., was verglichen mit dem Vorjahr einem Anstieg um 40.5% entspricht. Alle Geschäftseinheiten konnten ihren Nettoumsatz steigern. Am stärksten fiel das Wachstum in der Geschäftseinheit Module aus, gefolgt von Semiconductors, General Vacuum sowie Display & Solar. Das Segment verbesserte sein EBITDA um 45.9% auf CHF 188.6 Mio. und steigerte die EBITDA-Marge auf 31.7%. Die Kosten aufgrund der hohen Investitionen in den Kapazitätsausbau wurden durch den starken Umsatz margenstärkerer Produkte mehr als ausgeglichen.

Global Service

in Mio. CHF Q4 2017 Q4 2016 Veränderung 2017 2016 Veränderung
Auftragseingang 21.5 20.9 +2.9% 103.6 85.0 +21.9%
Nettoumsatz 28.6 20.4 +40.2% 98.7 81.9 +20.5%
Innenumsatz - - - - - -
Nettoumsatz Segment 28.6 20.4 +40.2% 98.7 81.9 +20.5%
EBITDA Segment       47.6 40.5 +17.7%
EBITDA-Marge       48.2% 49.4%  

Das Segment Global Service steigerte seinen Auftragseingang im vierten Quartal um 2.9% auf CHF 21.5 Mio., was vor allem auf den Zeitpunkt grosser Dienstleistungsaufträge zu Jahresbeginn zurückzuführen ist. Der Nettoumsatz belief sich auf CHF 28.6 Mio., was gegenüber dem Vorjahresquartal einer Steigerung von 40.2% entspricht.

Der Nettoumsatz im Gesamtjahr 2017 stieg um 20.5% auf CHF 98.7 Mio. Der Bereich Ersatzteile verzeichnete das stärkste Wachstum, aber auch bei Service und Umbauten stiegen die Umsätze. Das EBITDA des Segments konnte um 17.7% auf CHF 47.6 Mio. gesteigert werden. Die EBITDA-Marge lag bei 48.2%, was im Vergleich zu 2016 einem Rückgang um 0.8 Prozentpunkte entspricht. Da das Ersatzteilgeschäft schneller wuchs als das Umbau- und das Service-Center-Geschäft, waren die mit Investitionen in den Ausbau des Global-Service-Angebots verbundenen Kosten höher als die positiven Effekte, die sich aus der Anpassung des Geschäftsmixes ergaben.

Industry

in Mio. CHF Q4 2017 Q4 2016 Veränderung 2017 2016 Veränderung
Auftragseingang 11.6 7.5 +54.7% 42.0 33.6 +25.0%
Nettoumsatz 10.8 5.9 +83.1% 39.5 31.4 +25.7%
Innenumsatz 6.0 4.6 +30.4% 22.6 15.4 +32.8%
Nettoumsatz Segment 16.8 10.5 +60.0% 62.1 46.8 +32.8%
EBITDA Segment       13.4 10.3 +29.2%
EBITDA-Marge       21.5% 22.1%  

Im Segment Industry stieg der Auftragseingang im vierten Quartal um 54.7% auf CHF 11.6 Mio. Der Nettoumsatz lag bei CHF 10.8 Mio., was gegenüber dem Vorjahresquartal einem Anstieg um 83.1% entspricht.

Für 2017 betrug der Nettoumsatz im Segment Industry CHF 39.5 Mio., was gegenüber dem Vorjahr ein Plus von 25.7% bedeutet. Der (nicht im Nettoumsatz enthaltene) Innenumsatz mit dem Segment Ventile stieg mit 46.8% auf CHF 22.6 Mio. sogar noch schneller und verdeutlicht so die hohen Kundeninvestitionen in Produktionsanlagen für Halbleiter. Umsätze mit der Automobilbranche legten ebenfalls zu, allerdings nicht ganz so schnell, während der Umsatz mit anderen Branchen zügig anstieg.

Das EBITDA des Segments konnte um 29.2% auf CHF 13.4 Mio. gesteigert werden. Die EBITDA-Marge des Segments belief sich auf 21.5% und lag aufgrund der starken Zunahme der Innenumsätze leicht unter dem Ergebnis von 2016.

Weitere Informationen

Die Präsentation der Ergebnisse für Analysten sowie der Jahresbericht 2017 stehen auf der Website von VAT unter www.vatvalve.com zur Verfügung.

VAT wird heute um 10 Uhr MEZ in Zürich eine Medien- und Investorenkonferenz veranstalten. Die Konferenz kann über Webcast oder Telefonkonferenz verfolgt werden. Teilnehmer der Telefonkonferenz können zudem an der moderierten Frage&Antwort-Runde teilnehmen.

Wenn Sie am Webcast teilnehmen wollen, folgen Sie bitte diesem Link:

Live Webcast

Wählen Sie sich zur Telefonkonferenz mit folgender Nummer ein:

+41 58 310 50 00 (Europa)
+44 203 059 58 62 (Grossbritannien)
+1 631 570 5613 (USA)

Weitere Informationen erhalten Sie von:

VAT Group AG
Corporate Communications & Investor Relations
Michel R. Gerber
T +41 81 772 42 55

Finanzkalender

Trading-Update Q1/2018 Dienstag, 17.April 2018
Generalversammlung Donnerstag, 17.Mai 2018
Ex-Datum Dienstag, 22. Mai 2018
Dividendenausschüttung Donnerstag, 24.Mai 2018
Halbjahresergebnis 2018 Freitag, 24.August 2018
Trading-Update Q3/2018 Donnerstag, 25.Oktober 2018
Jahresergebnis 2018 Freitag, 8. März 2019

ÜBER VAT

VAT ist der führende globale Entwickler, Hersteller und Zulieferer von hochwertigen Vakuumventilen. Vakuumventile von VAT sind unternehmenskritische Komponenten für hochentwickelte Prozesse zur Fertigung innovativer Produkte, die wir täglich verwenden, etwa für Mobilgeräte, Flachbildschirme oder Solarpanels. VAT umfasst drei berichtspflichtige Segmente: Ventile, Global Service und Industry bieten hochwertige Vakuumventile, Mehrventilmodule, Membranbälge und zugehörige Mehrwert-dienste für ein breites Spektrum an Vakuumanwendungen. Die VAT Group ist ein globaler Akteur und beschäftigt über 2‘000 Mitarbeitende. Die wichtigsten Produktionszentren befinden sich in Haag (Schweiz), Penang (Malaysia) und Arad (Rumänien). Im Geschäftsjahr 2017 belief sich der Nettoumsatz auf CHF 692 Mio.

ZUKUNFTSGERICHTETE AUSSAGEN

Sämtliche in diesem Bericht enthaltenen zukunftsgerichteten Aussagen sind nur eingeschränkt gültig, da die tatsächlichen Ergebnisse aufgrund bestimmter Faktoren wesentlich von den erwarteten Ergebnissen abweichen können. Alle hierin enthaltenen Aussagen, die sich nicht auf historische Tatsachen beziehen (einschliesslich Aussagen, die Formen von „glauben“, „planen“, „prognostizieren“, „erwarten“, „schätzen“ oder ähnliche Ausdrücke enthalten), sind als zukunftsgerichtete Aussagen anzusehen. Zukunftsgerichtete Aussagen unterliegen bekannten und unbekannten Risiken, Unsicherheiten und Eventualitäten, da sie sich auf Ereignisse beziehen und von Umständen abhängig sind, die in der Zukunft eintreten oder nicht eintreten und dazu führen können, dass das tatsächliche Ergebnis, die tatsächliche Entwicklung oder der tatsächliche Erfolg des Unternehmens wesentlich von den in den zukunftsgerichteten Aussagen genannten oder implizierten Ergebnissen, Entwicklungen und Erfolgen des Unternehmens abweichen. Viele dieser Risiken und Unsicherheiten sind von Faktoren abhängig, die ausserhalb des Einflussbereichs des Unternehmens liegen oder die das Unternehmen nicht genau abschätzen kann, wie beispielsweise von künftigen Marktbedingungen, Währungsschwankungen, dem Verhalten anderer Marktteilnehmer, dem Betriebsverhalten, der Sicherheit und der Zuverlässigkeit der Informatiksysteme des Unternehmens, politischen, wirtschaftlichen und aufsichtsrechtlichen Veränderungen in den Ländern, in denen das Unternehmen tätig ist, oder wirtschaftlichen oder technologischen Trends oder Gegebenheiten. Deshalb werden Anleger darauf hingewiesen, kein unangemessenes Vertrauen in diese zukunftsgerichteten Aussagen zu setzen.

Sofern per Gesetz nicht anderweitig vorgeschrieben, weist VAT jede Absicht oder Verpflichtung von sich, zukunftsgerichtete Aussagen aufgrund von nach dem Berichtsdatum auftretenden Entwicklungen zu aktualisieren.

[1] VAT löste die von den früheren Private-Equity-Besitzern eingesetzte Finanzierungsstruktur durch Fusion der nicht länger benötigten Tochtergesellschaft VAT LUX III S.à r.l. zu VAT Management S.à r.l. am 30. November 2017 auf. Da die funktionale Währung der VAT LUX III S.à r.l. auf US-Dollar lautete, war eine Wiederverwendung der Umrechnungsrücklagen in Höhe von CHF 38.3 Mio. erforderlich. Diese einmalige, nicht zahlungswirksame Transaktion wird in den Finanzierungskosten berücksichtigt und hat somit Auswirkungen auf den Nettogewinn des Konzerns und den Gewinn je Aktie. Das Gesamtergebnis für den Zeitraum, das Eigenkapital und der Free Cashflow werden davon nicht berührt.

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